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Buch Eisumschlungene
Die Eisumschlungene - Spurensuche in Island
160 S., 38 Farbfotos,
Format 22 x 24 cm,
Leinen, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 3-980 164 8-3-7
Preis: € (D) 12,30
Erhältlich in jeder Buchhandlung und über Bestellungen/Kontakt
Jetzt auch in isländischer Sprache!
 
 
 
 
 
Kurzinhalt:
Island 1908. Eine Expedition sucht nach zwei deutschen Wissenschaftlern, die in der unerforschten Vulkangegend des Askja-Kraters verschwanden. Mit dabei ist Ina von Grumbkow, die Verlobte eines der Verschollenen.
Island 1994. Frank Schroeder begibt sich auf die Spurensuche, um das Geheimnis um die beiden Männer zu lüften. War es ein Unglücksfall? Oder war es Mord? Ina von Grumbkows Tagebücher begleiten den Autor auf seiner abenteuerlichen Reise ins Innere Islands, ebenso isländische Märchen, Mythen und Gedichte.
 
 
Leseprobe:
 
... In öder Trostlosigkeit und landschaftlicher Faszination erscheinen außerirdische Landschaften als Traumbild - jetzt wissen wir, warum diese Lavaströme am Askjakrater den NASA-Mondfahrern als Übungsgelände dienten.
 
  Diese Wildnis fasziniert auf einzigartige Weise: durch die Totenstille, durch den Anblick der leeren Wüste, die Weite des Blicks, die allzeit sichtbare vulkanische Aktivität, durch die Schroffheit des unzugänglichen Kraters und die seltsame Kombination dreier Farben, die an kaum einem anderen Ort in solcher Reinheit anzutreffen sind - das Blau des Himmels, das blendende Weiß des Schnees in der Augustsonne, und das tiefe Schwarz erkalteter Lava.
 
  An dieser Stelle betrat Ina von Grumbkow die Askja, die Schachtel, und muß wie wir ehrfürchtig erstarrt am Rande des 50 Quadratkilometer großen Vulkankessels gestanden haben. Von hier aus sind noch keine Seen zu sehen, auch nicht der größte, der 11 Quadratkilometer große Knebelsee.
 
  "Im Trab ging es über abschüssige Schneehalden, durch feuchten Bimstein, hart vorbei an mit Schneewasser gefüllten, trichterähnlichen Löchern, über tiefe Rinnen, die das Tauwasser in den alten Schnee geschnitten hatte. Wie toll ging es vorwärts, jetzt schon im Kessel der Askja - daß uns Schnee, Wasser, Bimsstein um die Ohren flogen und das Auge blendeten. Wir wußten alle, daß das Ziel nahe war."
 
  Es ist auch unser Ziel. Doch was, so fragen wir uns, werden wir von dem, was Ina von Grumbkow beschrieb, noch im Krater vorfinden? Im Sommer 1908, als die Grumbkowexpedition die Askja erreicht, ist es schon unruhig. Die Magmakammer ist gefüllt bis zum Bersten, doch noch drei Jahre sollten bis zum nächsten Ausbruch vergehen. Der Pferdetroß kommt im Kraterkessel schnell voran, da vorn, sagt Reck, da müssen die beiden Seen sein.
 
  "Schon erhebt sich vor unseren Blicken die 300 Meter hohe Südwand des Sees aus den Duftschleiern der Ferne, nur weiter, nur schneller vorwärts; und dann - unvergeßlicher erster Eindruck: Der von der Sonne beschienene, silbern aufblinkende, große, türkisblaue Knebelsee, überraschend schön und großartig, leise atmend in der Abendbrise, wie das schlagende Herz der Dyngjufjöll, inmitten der stolzen Bergwände. Wie ein versunkenes Paradies ist dies alles, umschlossen von dem starken Bollwerk der Ódaðahraun, die für ewige Zeiten die Dyngjufjöll mit ihrem schwarzen, starren Lavameer meilenweit umbrandet.
 
  Ewig unerreichbar für die Welt draußen, für ihren Lärm und Unfrieden, für das Wägen und Feilschen der Menge in engen Häusern, für alle Disharmonie materieller Knechtschaft.
 
  Die Widerspiegelung des ewigen Schöpfergeistes, der alles vollkommen schuf, auf daß es vollkommen bleibe, ist hier noch nicht getrübt durch menschliche Zusätze. Hier ist alles rein wie aus des Schöpfers Hand, und die Jahrhunderte erhalten unverändert diese stolze Natur. Wie wenig Mittel braucht die Erde, um solche Wunderwerke zu schaffen - nichts als Himmel, Felsen, Wasser und das Feuer, das in ihrem Schoße schlummert.
 
  Aber welch ein lichtschimmernder Himmel, welche Felsen in allen Nuancen, vom tiefsten Braun bis zum leuchtendsten Rot und lichtem Gelb, und welch ein Wasser - wie gelöster Edelstein!"  Elf Tage wollen Ina von Grumbkow, Hans Reck und Sigurður im Krater bleiben, um das Rätsel um Knebels Tod zu lösen und um sich geologischen Forschungen zu widmen. Die Pferde sind unruhig, sie fressen in aller Eile das mitgebrachte Gras, um dann sofort mit den zwei zusätzlichen Führern den Rückweg durch die Wüste anzutreten. Auch ihnen, den Führern, ist es nicht geheuer. Sie trinken keinen Schluck von dem Seewasser, es sei sicher durch die Solfataren vergiftet. Außerdem: Hier spuke es, also nichts wie weg, ja, bis später ...
 
Pressestimmen:
 
"Dokumentar-Fiktion nennt man das wohl, die hier Abenteuersinn, kriminalistisches Gespür und literarisches Feingefühl trefflich vereint. Gebannt folgt man dem Text bis zur letzten Zeile!" (F.A.Z.)
 
 
"Prädikat: außerordentlich wertvoll." (Zeitschrift Sagaland)
 
 
"Nicht nur das spannende Portrait einer faszinierenden Frau, sondern auch eine empfindsame Einführung in die rauhe Schönheit Islands." (Nürnberger Nachrichten)
 
 
"Ein spannendes, Fernweh weckendes Lesevergnügen." (Münchener Merkur)
 
 
"Ein seltener Fall: Reisebuch und Krimi in einem." (Märkische Allgemeine)
 
 
"Das Spannende ist die Verbindung von Schicksalen der Menschen mit Mythen und Legenden einer Landschaft. Gedichte, Märchen und Geschichten sind eingearbeitet." (Neue Saale-Zeitung)